Palitzsch

See you, see me.

Die „Mutter Theresa“ von Kleiningersheim

Lass dein Licht hell erleuchten

Manchmal gibt die Zeit den Blick auf Menschen frei, deren Spuren sich scheinbar längst verwischt haben. Sie leben in Erinnerungen und Erzählungen weiter, ihre Geschichte wird von Generation zu Generation getragen und verändert sich dabei. Einer dieser Menschen ist Pauline Groll.

Pauline Groll: Ihr soziales Wirken ist in vielen Familien in Kleiningersheim heute noch präsent.

Pauline Groll  wurde 1890 in Großingersheim geboren und starb im gesegneten Alter von 86 Jahren. Tiefe Lebensspuren hat sie in Kleiningersheim hinterlassen, wo ihr Wirken bis heute in vielen Familien noch präsent ist. „Das Pfarr-Päule“, wie sie in dem kleinen Ort genannt wurde, war die Dienstmagd des Pfarrers und ihm eine unentbehrliche Hilfe. Pauline war der gute Engel von Kleiningersheim, ihre Liebe zu Kindern machte sie für viele zu einer Ersatzmutter und bei allem musste Pauline schon sehr früh eine unerfüllte Liebe verschmerzen. Zeitlebens unverheiratet, galt sie als eine Frau, die sich über 30 Jahre in den Dienst der Gemeinschaft gestellt hat. Dabei war sie zurückhaltend – fast schüchtern. Sie kannte die alten Sagen aus dem Ort, liebte Blumen und die Arbeit in Pfarrgarten.

Dies ist die Geschichte von Pauline Groll, die als Pfarr-Päule bis heute in den Herzen der Menschen lebt. Einige sehen in ihr die evangelische Mutter Theresa von Kleiningersheim.

Kindheit und Jugend im Dorf

Pauline Groll wurde in Großingersheim am 19. Januar 1890 in eine Zeit hineingeboren, die stark von der Landwirtschaft geprägt war. Die Gemeinde verfügte über ackerfähige und „brottragende“ Flure, auf denen Feldfrüchte wie Korn, der schwäbische Dinkel als Vorgänger von Weizen, gedeihen konnten. Es gab rebfähige Hanglagen, deren Ertrag später deutlich über dem Eigenbedarf lag, und saftige Wiesen im Neckartal, die eine natürliche Futtergrundlage der Rindviehhaltung garantierten.

Die Mutter von Pauline hieß Frederike Groll. Sie trug den Mädchennamen Blankenhorn und wurde am 27. März 1869 in Großingersheim geboren. Der leibliche Vater des Mädchens, Karl Groll, wird in den Kirchenbüchern von Großingersheim nicht genannt, dies war bei nicht-ehelichen Kindern nichts ungewöhnliches. Das Taufbuch führt Pauline dann auch als „Spurius“ der Frederike auf, im römischen Recht war dies die Bezeichnung für ein uneheliches Kind. Zwei der drei Schwestern von Frederike hatten übrigens auch nicht-eheliche Kinder. Ein Grund dieser ungeregelten Verhältnisse könnte in der Armut der Menschen gelegen haben, die eine königliche Heiratserlaubnis erschwerte, die noch bis ins Jahr 1866 in den Kirchenbüchern vermerkt wurde.

Karl Groll, am 18. April 1869 in Kleiningersheim geboren, heiratete Frederike am 21. April 1892 in Großingersheim, da war ihre Pauline gerade zwei Jahre alt.

Nach dem Umzug von Groß- nach Kleiningersheim besuchte Pauline die Schule, die sich im Gebäude Hessigheimer Straße 2 befand, der heutigen Filiale der Ingersheimer Raiffeisenbank.

Abfahrt vor dem Schulhaus in Kleiningersheim: Karl Groll mit Gewehr und Jagdhunden auf dem Weg ins Feld um 1911. Neben ihm seine 1900 geborene Tochter Anna, eine der vier Schwestern von Pauline Groll.

Schullehrer war in der seit 1829 politisch selbstständigen Gemeinde Kleiningersheim seit 1901 Hermann Palmbach und Richard Stein seit 1891 Pfarrer. Georg Wilhelm Schumacher war von 1899 bis zu seinem Tode 1913 Schultheiß.

Im Jahre 1910 hatte Kleiningersheim gerade einmal 453 Einwohner. Bis 1938 waren die Schultheißen immer ehrenamtlich tätig und hatten einen Verwaltungsaktuar zur Seite. Der war bei der Oberamtsverwaltung – nach dem Zweiten Weltkrieg beim Landratsamt – angestellt und unterstützte die Gemeinde in verschiedenen Angelegenheiten der Verwaltung.

In Württemberg hatten 1894 etwa gut die Hälfte aller Volksschulen mehr als 90 Kinder in der Klasse, die inhaltliche Modernisierung und Ausstattung mit Lehrkräften kam in den einzelnen Ländern unterschiedlich voran. Die hohe Zahl der Schüler wird auf einem Gruppenbild sichtbar, das die Jahrgänge 1907 bis 1910 vor der Kleiningersheimer Schule zeigt – es sind mehr als 100, die alle zusammen in einem Raum unterrichtet wurden.

Das Haus der Familie Groll um 1912 in der Kleiningersheimer Hauptstraße.

Das dörfliche Leben spielte sich für Pauline Groll in überschaubaren Grenzen ab. Die Jahreszeiten gaben die Arbeit auf dem Feld und im Weinberg vor, die Frauen verdienten sich durch die Hühnergärten mit dem Eiergeld etwas dazu. Pferdefuhrwerke zogen über die steinigen Dorfstraßen und wer sich kein Pferd leisten konnte, spannte die Kuh ein. Die Kehrwoche wurde mit dem Reisigbesen gemacht und die Jugend traf sich hoch über den Weinbergen am Schloss.

Gevatter Tod

Der Tod war schon in frühen Jahren eine Wegbegleiter von Pauline Groll – mit all seinen Schmerzen. Im Ersten Weltkrieg fiel am 12. Juni 1915 ihr 23-jähriger Bruder Karl, Grenadier im Regiment „Königin Olga“ (1. Württembergisches) Nr. 119. Das Regiment trug den Ehrennamen „Königin Olga“ nach der russischen Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa, Ehefrau von König Karl I. Ein Jahr zuvor stand das ganze Reich noch unter dem Eindruck der Kriegseuphorie. Die Männer meldeten sich zu Tausenden freiwillig zur Front und die Truppen wurden mit Blumen überschüttet. „Jeder Russ ein Schuss. Jeder Franzos‘ ein Stoß. Jeder Brit ein Tritt und Direkt nach Paris“ war an den Militärzügen zu lesen. Paulines Bruder Ernst, er starb 1943, verlor im Krieg einen Fuß.

Ein besonders schreckliches Schicksal ereilte ihren Vater im Dezember 1921.

Der damals 52-jährige Karl Groll war im Dezember auf der Jagd im Pleidelsheimer Feld. Anschließend kehrte er mit seinem Bruder im Ort jenseits des Neckars noch ein. Im dichten Nebel machten sich dann beide auf den Weg nachhause in Richtung Kleiningersheim, gerieten am Neckar in Streit und liefen auseinander. Am Fluss gab es damals einige Gruben, in denen nach Kies gebaggert wurde und in denen das Wasser stand.

Karl Groll rutschte in eine dieser Gruben und bekam in dem kalten Wasser vermutlich sehr schnell einen Herzschlag.

In Kleiningersheim sorgte man sich unterdessen, nachdem der Vater nicht nachhause gekommen war. Eine Gruppe von Menschen machte sich auf, um ihn zu suchen. Gefunden wurde er durch den Hund, der laut anschlug. Als der leblose Körper Grolls schließlich halbsitzend in der Kiesgrube aufgefunden wurde, war sein Kopf von dem Hund aufgekratzt. Der Sterbetag von Karl Groll ist in den Kirchenbüchern auf den 11. Dezember 1921 datiert.

Im Pfarrhaus

Im Jahre 1915 kam Pauline Groll ins Kleiningersheimer Pfarrhaus. Das Pfarrhaus wurde bereits im Jahre 1746 mit einer Scheune in den Garten mit Bäumen gebaut und mit mehreren Wohn- sowie Nebenräumen ausgestattet. Eine weitere Veränderung fand im Jahre 1891 statt, Pfarrer in Kleiningersheim wurde in diesem Jahr der 1861 in Tübingen geborene Richard Stein. Der Baumgarten beim Pfarrhaus wandelte sich in eine Anlage mit Reben, Gemüse und Rasen, sichtbares Merkmal auf der Höhe über dem Neckartal war ein weit vorspringendes Gartenhäuschen.

Pfarrer Felix Klein kam in der Nachfolge Steins 1905 nach Kleiningersheim und wurde zunächst von seiner ledigen und kranken Schwester Amalie versorgt. Pauline nannte sie „Fräule“ und folgte ihr als neue Hilfe im Haus aufs Wort. Von Pfarrer Klein sprach sie in großer Ehrfurcht stets von „meinem Herr“. Amalie starb schließlich am 2. Mai 1925 und wurde in Kleiningersheim begraben.

Die Kränklichkeit von Kleins Schwester war mit ein Grund für die Einstellung von Pauline im Pfarrhaus, die alle Hände voll zu tun hatte. Als „halbe“ Mesnerin musste sie sonntags die Kirche richten und wegen ihrer großen Hilfsbereitschaft erarbeitete sich das Pfarr-Päule sehr schnell den Ruf einer „guten Seele“ im Ort.

So litt Klein beispielsweise an Diabetes, deshalb musste sie ihm immer eine besondere Diät zubereiten. Der Pfarrer wollte deshalb gerne immer die ersten Spargelstangen, die man sich allerdings nicht leisten konnte. Paulines Einwand, man solle doch warten bis der Spargel billiger ist, entgegnete er: „Päule, ich brauchs eben“.

1915 kam Pauline Groll als Dienstmagd ins Pfarrhaus und führte Pfarrer Felix Klein den Haushalt.

Neben dem Kochen zog Pauline in Kleiningersheim das Kirchgeld ein und versorgte die Wöchnerinnen. Für die jungen Mütter schlachtete sie Hühner, um eine kräftige Suppe daraus zu machen. Pauline spaltete das Holz für den Ofen, versorgte die Hasen, grub den Hühnerstall um und pflanzt Kartoffeln, Salat sowie Gemüse an. Ihr größtes Hobby waren jedoch Blumen und die Pflege des Kirchgartens, der jedem zu jeder Zeit offen stand.

Der Bruder von Pfarrer Felix Klein, Ferdinand Klein, wurde 1929 Pfarrer in Dürrenzimmern, dessen vier Kinder besuchten nach der Grundschule mit dem Fahrrad die Lateinschule in Brackenheim. Größerer Radtouren führten die Kinder am Samstag nach der Schule auch immer wieder zum Onkel nach Kleiningersheim, zurück ging es dann sonntags.

Freudig empfangen vom Pfarrer und dem Pfarr-Päule gab es mittags Obst, Kuchen sowie selbstgemachten Apfelsaft, im Sommer ein Bad im Neckar und für die Nacht ein warmes Bett im Pfarrhaus. Die einzige Auflage für die fürstliche Bewirtung war, dass die Kinder bei den Besuchstagen eine Hälfte des Hühnergartens umgraben mussten.

Den Kindern zu Diensten

Eine Kirchengemeinde hat die Aufgabe einzugreifen, wo Hilfe nötig ist. Der Dienst am Nächsten gehört zum kirchlichen Auftrag und Pauline Groll hat diesen Auftrag in den 30 Jahren ihres Wirkens im Kleiningersheimer Pfarrhaus mit großem Eifer erfüllt. Sie wohnte nach ihrem Auszug in der Austraße 17, Postanschrift Austraße 17A, und blieb dem lieb gewonnen Pfarrhaus eng verbunden.

Der Grund waren die Kinder, die dort Einzug hielten.

Nach dem Tode von Pfarrer Felix Klein trat Pfarrer Anton Hudjetz seinen Dienst in Kleiningersheim an. Der neue Pfarrer stammte aus Neu-Pasua, heute Nova Pazova, 25 Kilometer westlich von Belgrad an der Strecke Belgrad-Novi Sad gelegen. Hudjetz war, bevor er nach Kleiningersheim kam, der letzte Pfarrer des Marktflecken Beschanija, der heute längst Belgrad eingemeindet ist. Nach der Enteignung und Entrechtung aller Deutschen in Jugoslawien wurden die Donauschwaben vertrieben. Beschanija zählte bei der Flucht im Oktober 1944 rund 900 Deutsche evangelischen Glaubens.

Hudjetz brachte seine am 26. August 1909 geborene Frau Irmgard ins Pfarrhaus mit, sie trug einen Doktortitel, eine Brille mit dicken Gläsern und hatte zwei Bücher geschrieben. Eines über das niederländische Kolonialreich und eines über Bismarcks Pressepolitik in den Jahren des Verfassungskonflikts 1862 bis 1866.

Das Ehepaar zog sechs Kinder groß, wobei der Pfarrer durchaus ein offener und lebenslustiger Mensch war, der auch gern tanzte. Seine gelehrte Frau fühlte sich dagegen in Kleiningersheim nicht wohl, sie störte sich an der bäuerlichen Umgebung.

Über dem Kinderreichtum der Familie lag zudem ein Schatten. Einer der Sprösslinge versuchte sich umzubringen, konnte aber gerettet werden. Das Pfarr-Päule versorgte die große Kinderschar, die von der Mutter nach „dem Buch“, also streng und oft mit dünner Suppe erzogen wurden.

Pauline stand immer in der Küche, war eine begnadete Köchin, sammelte eine Unzahl von Rezepten, die sie auf vielen Zetteln notierte und brachte stets sättigende Speisen auf den Tisch. Das Pfarr-Päule ärgerte sich zwar, wenn die Kinder den Parkettboden ruinierten, sorgte sich aber liebevoll um die große Schar, die zum Essen wie die Orgelpfeifen am Tisch Platz nehmen mussten. Die Windeln der Kinder wurden damals noch von Hand gewaschen und auch im Winter im Freien zu Trocknen aufgehängt. Oft war es dabei so bitter kalt, dass die Feuchtigkeit an ihren Händen gefror und ihr der Schmerz Tränen in die Augen trieb. Abwechslung bot das Pfarr-Päule den Kindern mit monatlichen Besuchen bei ihrer Schwester Anna in Bietigheim, für die ganze Schar jedes Mal ein großes Erlebnis.

Im Jahre 1949 folgte Hudjetz Pfarrer Ernst Karell im Amt, dessen Ehefrau Barbara Kinder aus Kleiningersheim ab Mitte Juli 1953 im Pfarrhaus betreute.

Während in Großingersheim schon in den Kriegsjahren 1917/18 von der Kirchengemeinde mit einem Sommerkindergarten in einem unbeheizten Raum mit der Betreuung begonnen wurden, richtete man in Kleiningersheim erst nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 einen Kindergarten ein. Die Militärregierung stellte dazu eine Baracke zur Verfügung, nur gab es kein Grundstück, um diese aufzustellen. Allerdings wurden auch schon ab 1940 Kinder von Tante Trude Herzog in einem Gebäude neben dem Schloss betreut. Das Problem wurde erst 1949/50 mit dem Bau eines kleinen Saales im Pfarrhaus gelöst, in dem die Kinder im Sommer untergebracht werden konnten.

Die Betreuung der Kinder im Kleiningersheimer Pfarrhaus erfolgte bis 1957.

Im kirchlichen Kindergarten führte Barbara Karell ein strenges Regiment.  Pfarrfrau Karell, die den Titel eines Hauptmanns bei der Heilsarmee trug, hatte den Ruf „bitterböse“ zu sein und war mit der Betreuung der rund 20 Kleiningersheimer Kindern völlig überfordert. Einmal schickte sie, während die Eltern auf dem Feld waren, alle weg und gab Zettel mit. Darauf stand: „Bin müde, ich kann nicht mehr“. Und war eines der Kinder zu unartig, wurde es auch schon einmal geschlagen und in den Keller gesteckt.

Das Pfarr-Päule nahm sich dieser Kinder liebevoll an und richtete sie wieder auf. Getröstet wurden sie von ihr mit kleinen Geschenken wie Broschen, die sie stets parat hatte. Im Grunde verschenkte Pauline alles, was sie hatte.

Ende in Erinnerungen

An Rheuma, Gicht und Zucker leidend, kam Pauline Groll zunächst ins Krankenhaus nach Bietigheim und von dort aus Mitte der 1970er-Jahre ins Altersheim nach Markgröningen. Auch litt sie an offenen Füßen wie einst ihre Mutter. Als das Pfarr-Päule noch im Gemeindehaus war, ging sie jeden Tag ins nahe elterliche Haus, um ihr die Füße zu verbinden.

Mitte der 1970er-Jahre kam das Pfarr-Päule für kurze Zeit noch ins Altersheim nach Markgröningen, am 2. März 1976 verstarb sie nach einem arbeitsreichen Leben.

Den Besuch im Markgröninger Altersheim bat sie trotz ihrer Zuckerkrankheit, Kaffee und vor allem Kuchen mitzubringen. Aber so, „dass es niemand sieht“. Zu Kleiningersheim bewahrte sie sich immer noch eine starke Bindung, Bilder und Karten aus dem Heimatdorf schmückten die Wand und waren feste Erinnerungspunkte. Das Bett bot ihr Sicherheit und war Domizil, darunter stand die Kiste mit kleinen Schätzen. Mit dem Besuch sprach sie gerne über die alte Zeiten und jene Menschen, die ihr Zeit ihres Lebens begegnet waren.

Pauline Groll, das Pfarr-Päule, starb am 2. März 1976 im Alter von 86 Jahren. Zwei Tage später wurde sie an einem Donnerstag auf dem Friedhof in der Ortsmitte von Kleiningersheim beerdigt. Jahrelang hatte sie das Grab ihres „Fräule“, der Schwester von Pfarrer Klein, gepflegt, und auch einen Rosenbogen aufgestellt – an dieser Stelle wollte auch sie begraben werden. Tatsächlich wurde sie am Platz von Pfarrer Felix Klein bestattet, den sie stets ehrfurchtsvoll „Herr“ genannt und 30 Jahre lang im Pfarrhaus gedient hatte.

Epilog

Es ist völlig normal, dass die Menschen die wir lieben von uns gehen.
Woher sollten wir sonst erfahren wie viel sie uns bedeuten?
Zitat aus: Der seltsame Fall des Benjamin Button

Die Todesanzeige.

Im Kleiningersheimer Gasthaus „Linde“ mussten am 18. Februar 2011 die Schiebetür zum Nebenzimmer geöffnet und weitere Stühle herbeigeschafft werden. Viele Kleiningersheimer, Pleidelsheimer sowie Gäste aus Bietigheim-Bissingen und Asperg kamen zusammen, um sich über das Leben und Wirken von Pauline Groll auszutauschen. Initiiert hatte das Treffen die Kleiningersheimer Pfarrerin Beate Ellenberger, fast auf den Tag genau zum 121. Geburtstag des Pfarr-Päule. In rund drei Stunden wurden unglaublich viele Geschichten zusammengetragen. All diese einzelnen Erinnerungen förderten das Bild einer ungewöhnlichen Frau zutage, die gottesfürchtig ihr ganzen Leben der Hilfe am Nächsten verschrieben hat und deren Geschichte auch einen Blick auf das teils schwierige Dorf-Leben vor rund 100 Jahren freigibt. An dem Treffen nahmen entfernte Verwandte von Pauline Groll teil sowie zahlreiche ältere Herrschaften aus dem Ort, die sich trotz der schon lang verstrichenen Zeit noch lebhaft an ihr Pfarr-Päule erinnerten.

Der Mensch existiert nur, solange man sich an ihn erinnert.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 5. Februar 2015 von in Hirnfutter und getaggt mit , , , .

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