Palitzsch

See you, see me.

Unterwegs in Entenhausen

Am 1. August 2015 wurde in Schwarzenbach an der Saale im Erika-Fuchs-Haus das erste deutsche Comic-Museum eröffnet. Ein Besuch.

Wer nach Schwarzenbach will, muss vorsichtig sein. Im Gebiet zwischen Bayreuth und Hof gibt es gleich drei Gemeinden mit diesem Namen, deshalb ist es ratsam im Navi den Zusatz „… an der Saale“ einzugeben. Der Ort selber ist völlig unspektakulär. Das Erika-Fuchs-Haus liegt in einer Kurve der Bahnhofstraße mit der Nummer 12 – und erst fährt man daran vorbei in Richtung Bahnhof. Dort gibt es neben dem Gebäude ein Museum mit alten Traktoren, aber da will man ja nicht hin. Also umdrehen und zurück in den Flecken … und dann fällt das Museum doch auf. Willkommen in Entenhausen.
Das Erika-Fuchs-Haus widmet sich ausschließlich der Kunstform Comic. Benannt ist es nach der Übersetzerin und Chefredakteurin des Micky-Maus-Magazins, Dr. Erika Fuchs, die in Schwarzenbach zuhause war, und Donal Duck das Quaken beigebracht hat. Das Museum richtet sich in allererster Linie an Kinder. Sie können spielerisch die Sprachkünste von Donald Duck & Co. Erkunden, grübel, grübel, zack, bumm, peng.
Die Dauerausstellung stellt auf 600 Quadratmetern Leben und Werk von Erika Fuchs vor und stellt ihr Schaffen in den Kontext allgemeiner Comicgeschichte. Der Rundgang führt durch sieben Räume. Der Museumsrundgang beginnt mit einer Einführung in die Geschichte des Comics. Ein animierter Kurzfilm erläutert die Entwicklung der Kunstform und stellt Meilensteine und wichtige Werke vor. Hier ein kurzer Ausschnitt.

 

Auf 130 Quadratmetern ist ein begehbares Entenhausen entstanden. Dort kann man Daniel Düsentrieb in seiner Erfinderwerkstatt über die Schulter schein, auf Oma Ducks Bauernhof Urlaub machen und ein Talerbad im Geldspeicher nehmen. Ein interaktiver Stadtplan weist auf interessante Gebäude hin und zeigt Parallelen zwischen Entenhausen und der realen Umgebung von Schwarzenbach. In Interviewfilmen geben Donaldisten Einblicke in die wissenschaftliche Erforschung von Entenhausen.
In dem Museum kann man auch einen Blick in andere Comicwelten werfen: Wie leben Gallier, rasende Reporter oder Trolle? Der größte Raum ist der Sprachkunst von Erika Fuchs gewidmet. Interaktive Stationen laden dazu ein, Sprache spielerisch zu erkunden. Zum Abschluss des Rundgangs lädt eine Bibliothek zum Schmökern oder ernsthaftem Studium ein.
Angegliedert ist im Eingang ein Verkaufsshop, in dem es vieles zum Thema Comic gibt.

Geöffnet hat das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Geschlossen nur an Weihnachten, zum Jahreswechsel, Faschingsdienstag und Karfreitag. Einritt für Erwachsene 5, für Kinder unter 18 Jahren 3, für Familien 13 und Gruppen ab 10 Personen 4,50 Euro.

Mehr aus dem Museum in der Diashow:

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 15. März 2017 von in Hirnfutter und getaggt mit , , , , , , , , .

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